Seit 2005 gibt es in Ettlingen mit dem Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern, die sich zusammengeschlossen haben, um neonazistischen Aktionen wirkungsvoll entgegentreten zu können.
Die Aufklärung der Menschen, vor allem Jugendlicher, über Rassismus und Faschismus und die dahinter stehenden Interessen, über die Geschichte der Verfolgung und des Widerstands sowie die Etablierung einer Gedenkkultur sieht das Bündnis als wichtiges Aufgabengebiet.
Ziel ist es, möglichst viele Menschen, die sich für ein demokratisches und tolerantes Miteinander engagieren, zusammenzuführen und langfristiges Engagement gegen Rassismus und Faschismus zu entwickeln und zu stärken.
Das Ettlinger Bündnis besteht darauf, dass es in Ettlingen keinen Platz für Rassismus und Naziaufmärsche gibt. Es heißt alle Menschen willkommen und ruft diese zur Mitarbeit auf, die diese Ziele teilen. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Das Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis widmet sich seit 2006 der Verlegung von Stolpersteinen Die Mitglieder der Initiative recherchieren in Archiven die Biographien der Opfer und suchen nach Paten, die die Kosten für die Verlegung durch Gunter Demnig übernehmen.
2010 fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss in Ettlingen Stolpersteine verlegen zu lassen und die Verlegung zu unterstützen. So konnte Gunter Demnig 2010 mit der Verlegung der kleinen Gedenksteine, die vor den letzten Wohnhäusern der von den Faschisten Ermordeten in das Straßenpflaster verlegt werden, beginnen. 2011, 2016 und 2018 schlossen sich weitere Verlegungen an.
42 Stolpersteine erinnern inzwischen in Ettlingen an Bürgerinnen und Bürger, die während der Zeit des deutschen Faschismus ermordet worden sind: an Juden, „Euthanasie“-Opfer und Zwangsarbeiter.
Das Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis bedankt sich herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern des Projektes.

Wir treffen uns regelmäßig einmal monatlich. MitstreiterInnen sind jederzeit willkommen!