Stolpersteinputzaktion Mittwoch 20.07.

Treffpunkt vor dem Rathaus um 18 Uhr

Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis lässt sieben Stolpersteine in Bruchhausen und in der Kernstadt verlegen

Am Montag, dem 27. Juni ab 13 Uhr
verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig auf Initiative des Ettlinger Bündnisses gegen Rassismus und Neonazis in Ettlingen sieben weitere Stolpersteine zum Gedenken an Opfer des Hitler-Faschismus, die vor ihrer Ermordung ihren letzten Aufenthaltsort hier in unserer Stadt hatten.

13 Uhr Verlegung in Bruchhausen:

- Herbststr. Ecke Sommerstr. für 5 russische Zwangsarbeiter

- Luitfriedstr. 24 für ein T4-Opfer

ab ca. 13.30 Uhr in Ettlingen:

- Leopoldstr. 48 für ein „Euthanasie“-Opfer

In Bruchhausen wird Ortsvorsteher Wolfgang Noller einige Worte sprechen, die Albert-Einstein-Schule übernimmt die feierliche Umrahmung.

In Ettlingen spricht Bürgermeister Thomas Fedrow.

Die Bevölkerung ist zur Teilnahme an der Stolpersteinverlegung herzlich eingeladen.

Gedenkstättenfahrt zum Illenau Arkaden Museum in Achern am Samstag, 11.06.2016

Abfahrt in Ettlingen um 13.45 Uhr, Anmeldung unter: ettlinger-buendnis@gmx.de
1842 wurde die badische Heil- und Pflegeanstalt gegründet. Sie wurde zu einer Musteranstalt unter den badischen Irrenanstalten. 1940 wurde die Anstalt aufgelöst und ein Drittel der Patienten aufgrund des Führerbefehls in der sogenannten Aktion T4 in Grafeneck ermordet. Im Museum wird die Geschichte der Illenau dargestellt.

Film und Diskussion: Donnerstag, 2. Juni, 19 Uhr, Scheune der Diakonie, Pforzheimer Str. 31, Ettlingen

1934 trat das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ in Kraft. Es war das erste Rassegesetz der Nationalsozialisten. Auf seiner Grundlage wurden bis 1945 etwa 400.000 Menschen, die an einer körperlichen oder geistigen Krankheit litten oder nur im Verdacht einer solchen standen, zwangsweise sterilisiert. Dieser Verdacht genügte, um die Betroffenen in eine Anstalt einzuweisen. Der größte Teil, der durch Meldebögen und Denunziation erfassten Menschen, war nicht erbkrank. Am 1. September 1939 ordnete Adolf Hitler durch einen persönlichen Erlass den Beginn der bereits geplanten „Euthanasie“ an. In den „Euthanasie“-Gasmordanstalten und anderen Heil- und Pflegeanstalten wurden etwa 300.000 Menschen durch Gas, Medikamente oder gezieltes Verhungernlassen ermordet.
Dokumentarfilm von Guillaume Dreyfus, Frankreich 2014, 58 Min., Interviews mit Zwangssterilisierten und Kindern von Menschen, die in der NS-„Euthanasie“ ermordet wurden.

Film und Diskussion: Donnerstag, 2. Juni, 19 Uhr, Scheune der Diakonie, Pforzheimer Str. 31, Ettlingen

1934 trat das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ in Kraft. Es war das erste Rassegesetz der Nationalsozialisten. Auf seiner Grundlage wurden bis 1945 etwa 400.000 Menschen, die an einer körperlichen oder geistigen Krankheit litten oder nur im Verdacht einer solchen standen, zwangsweise sterilisiert. Dieser Verdacht genügte, um die Betroffenen in eine Anstalt einzuweisen. Der größte Teil, der durch Meldebögen und Denunziation erfassten Menschen, war nicht erbkrank. Am 1. September 1939 ordnete Adolf Hitler durch einen persönlichen Erlass den Beginn der bereits geplanten „Euthanasie“ an. In den „Euthanasie“-Gasmordanstalten und anderen Heil- und Pflegeanstalten wurden etwa 300.000 Menschen durch Gas, Medikamente oder gezieltes Verhungernlassen ermordet.

Dokumentarfilm von Guillaume Dreyfus, Frankreich 2014, 58 Min., Interviews mit Zwangssterilisierten und Kindern von Menschen, die in der NS-„Euthanasie“ ermordet wurden.