Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Gedenkstättenfahrt zur KZ-Gedenkstätte Leonberg

Sonntag, 17.10.2021, Busabfahrt: 10 Uhr Ettlingen
Das KZ in Leonberg war ein vom Frühjahr 1944 bis April 1945 von der SS geführtes Außenlager des KZ Natzweiler (Elsass). Es war mit Stacheldraht und Wachtürmen gesichert. In den Baracken wurden Häftlinge aus 24 europäischen Ländern, vor allem aus Polen, der UdSSR, Frankreich, Ungarn, dem Balkan und Deutschland gefangen gehalten. Die Häftlinge arbeiteten fast ausschließlich für das „Presswerk Leonberg“, einen Teilbetrieb der Messerschmitt AG in Augsburg.
Im April 1945 wurde das Lager geräumt. Zurück blieb ein Massengrab auf dem Blosenberg für die an den katastrophalen Haft- und Arbeitsbedingungen zu Tode gekommenen Gefangenen.
Viele Leonberger versuchten, die Existenz des Lagers zu ignorieren. Einige wenige halfen den Gefangenen und riskierten dabei drakonische Strafen.
Ablauf: Vom Alten Friedhof geht es über Zwischenstationen zu Fuß ca. 1km bis zur eigentlichen Gedenkstätte, mit der Option auch noch weiter bis zur Blosenberg-Kirche zu gehen. Die ganze Begehung ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht zu empfehlen. Wetter-adäquate Kleidung empfohlen!

Es gelten die am Tag der Fahrt zutreffenden Corona-Regeln (vermutlich 2 oder 3G-Regel und Maskenpflicht)!
Weitere Infos und verbindliche Anmeldung: ettlinger-buendnis@gmx.de bis 3.10.2021

Stolperstein-Putzaktion 2021

- Am Freitag, 2. Juli um 17.00 Uhr in Bruchhausen.

Treffpunkt ist Herbststraße/ Ecke Sommerstraße am ehemaligen Reichsbahnlager.

- Am Freitag, 2. Juli um 18 Uhr in Ettlingen.

Treffpunkt ist vor dem Schloss, Eingang beim Narrenbrunnen.

Dieter Behringer, Weil sie „Zigeuner“ waren! Ettlinger Kinder deportiert und ermordet

Mit einem Geleitwort von Anita Awosusi
Eine Dokumentation des Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis

Themen des Büchleins sind die jahrhundertelange Leidensgeschichte der Unterdrückung und Verfolgung, der systematische Völkermord im Faschismus und die Deportation von Kindern. Es geht um das sogenannte „Zigeunerlager“ im KZ Auschwitz und der leider schon verstorbene Zeitzeuge Hugo Höllenreiner berichtet über seine persönlichen Erlebnisse mit Dr. Mengele. Verschiedene Aktionen des Widerstands werden dargestellt. Einigen Raum nehmen die Vorstellung der Situation in Ettlingen und die Biographien der beiden hier geborenen Sinti-Kinder ein, die in Auschwitz ermordet wurden. Mediale Schlaglichter zum Heute der Sinti und Roma zeigen Beispiele von Antiziganismus. Die Dokumentation des gemeinsamen Gedenkakts der EKD, des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma am 2. August 2020 an Schoa und Völkermord an Sinti*zze und Rom*nja will Hoffnung geben auf ein breites gemeinsames Vorgehen gegen Rassismus.
Zu Ettlingen. In Anbetracht der schon früher erlassenen Verordnungen wurden die Maßnahmen des NS-Regimes auch in der Stadt an der Alb als selbstverständlich und notwendig erachtet. Bei einer „Bestandsaufnahme“ aller „Zigeuner“ kontrollierte das Bezirksamt Ettlingen 1934 42 „Zigeuner“. Es wurde empfohlen, das Umherziehen von „Zigeunern“ gänzlich zu untersagen. Es wurden Wandergewerbescheine versagt wegen fehlendem Wohnsitz, Wohnsitznahme wurde versagt, weil keine Möglichkeit bestand, den Lebensunterhalt zu verdienen.
Lagerplätze der Gemeinde befanden sich bei den ehemaligen Gaskesseln in der heutigen Goethestraße und auch beim Fußballplatz am Wasen. 1932 wurde ein „Zigeuner-Aufenthaltsplatz“ an der Bulacher Straße bei der Kläranlage angelegt. 1938 ordnete der Landrat gegenüber den Bürgermeistern an, dass Reisen und Aufenthalt von „Zigeunern“ zu verbieten sei. „Baden muss in kürzester Zeit zigeunerfrei werden!“
Ob die Familien Reinhardt, um die es hier geht, in Ettlingen gemeldet waren oder auf der Durchreise, also auf einem „Zigeunerlagerplatz“ ihre Kinder geboren haben, das ist für das Schicksal dieser Kinder ohne jede Bedeutung.
Die ermordeten Sinti-Kinder aus Ettlingen waren: Georg Reinhardt und Karl Johannes Reinhardt. Sie entstammten verschiedenen Familien.
Beide wurden 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Georg Reinhardt war 8 Jahre, Karl Johannes gerade mal 7 Jahre alt.
Die Dokumentation ist gegen eine Spende von 6€ plus Porto (1,55€) erhältlich per E-Mail ettlinger-buendnis@gmx.de

Mahnwache für die Opfer des deutschen Faschismus

Das Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis

lädt am

Samstag, 8. Mai 2021 um 11 Uhr

zu einer Mahnwache für die Opfer des deutschen Faschismus am Zwangsarbeiter*innenmahnmal auf dem Ettlinger Friedhof ein.

Nie wieder! Zwangsarbeit, Rassismus, Faschismus, Krieg!

Der 8. Mai muss Gedenk- und Feiertag werden!

Es spricht

Anita Awosusi, Bürgerrechtlerin und Autorin

Die Dokumentation des Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis

Weil sie „Zigeuner“ waren, Ettlinger Kinder deportiert und ermordet

wird vorgestellt

Bitte denken Sie an Masken und Abstandsregeln! Wenn Sie sich krank fühlen, bleiben Sie zuhause!
Eigenen Kugelschreiber mitbringen!

Mahnwache gegen rechte Hetze!

Am Donnerstag, 24. September veranstaltet die AfD in der Stadthalle in Ettlingen mit MdBs aus Baden-Württemberg einen „Bürgerdialog“ zur deutschen Krise. Dabei stellt sich diese Partei dar, als ob sie die Lösung für die Probleme der Bürgerinnen und Bürger habe. In Wirklichkeit ist es aber gerade die AfD, die die ohnehin Benachteiligten unserer Gesellschaft –Geflüchtete, MigrantInnen und Arbeitslose- zu Sündenböcken macht und versucht, die Menschen damit geschickt gegeneinander auszuspielen.
Gerade in Krisenzeiten können rechte „Antworten“ viel Anklang finden. Die Menschen spüren Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit am eigenen Leib. Das führt dazu, dass sie nach Lösungen für ihre Probleme suchen.
Aber Rechte lösen niemals Probleme!
Die AfD verspricht den Bürgerinnen und Bürgern in der Krise einfache Antworten. Es sind aber nur leere Phrasen und Schuldzuweisungen an die angeblich Verantwortlichen.
Die AfD stellt eine große Gefahr für das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft dar. Sie spaltet die Gesellschaft und lenkt ab von den Problemen, die uns wirklich beschäftigen: Stellenabbau, schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen, ein krankes Gesundheitssystem, Personalmangel in der Pflege usw. Unsere Forderung heißt: gleiche politische und soziale Rechte für alle Menschen. Asyl ist Menschenrecht. Rassismus ist keine Alternative! Keinen Raum für Rassistinnen und Rassisten!
AfD–Politiker solidarisieren sich sogar mit den verantwortungslosen Corana-Leugnern in Berlin und loben sie ausdrücklich. Auch deshalb ist es wichtig, diesen Kräften überall konsequent entgegenzutreten! Wir lassen uns nicht spalten!
Unsere Alternative heißt Solidarität!
Kommen sie am Donnerstag, 24.9.20 ab 17.30 Uhr
zur Mahnwache vor die Stadthalle!
Halten Sie Abstand und tragen Sie eine Maske!
Unser Protest ist friedlich, bunt und laut!