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Seebrücke – schafft sichere Häfen und Fluchtwege – auch in Ettlingen Komm zur KUNDGEBUNG: Ettlingen – 21.09.2018 – 18:00 Uhr Beim Schloss Ettlingen (Hugo-Rimmelspacher-Platz)

Tragt ORANGE zum Zeichen der Solidarität
Migration ist und war schon immer ein Teil des Zusammenlebens. Wir wollen nicht, dass Grenzen dicht gemacht werden.
Wir fordern:

• ein solidarisches Europa mit offenen Grenzen
• solidarische Kommunen
• sichere Häfen und legale Fluchtwege für Geflüchtete

Wir stehen innerhalb des breiten Bündnisses „Seebrücke“ dafür ein, dass die Menschlichkeit nicht abgeschafft wird. Wir wollen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass niemand mehr auf der Flucht im Meer, in der Wüste oder an anderen Orten sterben muss.
Auch machen wir darauf aufmerksam, dass seit Beginn des Jahres mehr als 1500 Menschen an den Grenzen Europas gestorben sind – unter anderem als unmittelbare Folge der Behinderung und Kriminalisierung von NGO‘s zur Seenotrettung.
Kontakt: seebruecke-ettlingen@email.de

Stolpersteinputzaktion Mittwoch, 22.08.2018

Bruchhausen Treffpunkt 17 Uhr : Herbststr./Ecke Sommerstr. am ehemaligen Reichsbahnlager
Ettlingen Treffpunkt 18 Uhr vor dem Rathaus
Alle sind herzlich eingeladen, zusammen mit den Mitgliedern des Ettlinger Bündnisses die Stolpersteine zu reinigen.
Dabei werden die Biographien der Opfer verlesen. Auch die 2018 verlegten Stolpersteine werden in die Rundgänge mit einbezogen.
Putzmaterial ist vorhanden!

Stolpersteinverlegung am Freitag, dem 6. Juli ab 13 Uhr, Beginn ist in der Schöllbronner Str. 6

Am Freitag, dem 6. Juli ab 13 Uhr verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig auf Initiative des Ettlinger Bündnisses gegen Rassismus und Neonazis in Ettlingen zehn weitere Stolpersteine zum Gedenken an Opfer des Hitler-Faschismus, die vor ihrer Ermordung ihren letzten Aufenthaltsort hier in unserer Stadt hatten. Beginn ist in der Schöllbronner Str. 6
Oberbürgermeister Johannes Arnold wird ein Grußwort sprechen und auch Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker wird die Verlegung begleiten.

‚Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist‘, zitiert Gunter Demnig den Talmud. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE… Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

Es handelt sich bei allen Menschen, denen in diesem Jahr gedacht wird, um NS-Euthanasie-Opfer.

Bei fast allen Stolpersteinen heißt es in der letzten Zeile „Aktion T4“. Aktion T4 ist eine nach dem Zweiten Weltkrieg gebräuchlich gewordene Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Psychiatrie-Patienten und behinderten Menschen durch SS-Ärzte und -Pflegekräfte von 1940 bis 1941. Neben rassenhygienischen Vorstellungen der Eugenik sind kriegswirtschaftliche Erwägungen zur Begründung herangezogen worden.

Zur Zeit des deutschen Faschismus wurden die Massentötungen unter der euphemistischen Überschrift „Euthanasie“ oder „Aktion Gnadentod“ vollzogen. Die „Aktion“ wurde auch als Vernichtung lebensunwerten Lebens, NS-Krankenmorde bekannt. In der Nachkriegszeit war für das mittlerweile gebräuchliche Kürzel Aktion T4 die Berliner Bürozentrale, eine Villa in der Tiergartenstraße 4, namensgebend. Dort befand sich die Zentrale für die Leitung der Ermordung behinderter Menschen im gesamten Deutschen Reich.

In mühsamer Kleinarbeit in Archiven haben Mitglieder des Ettlinger Bündnisses gegen Rassismus und Neonazis die Fakten zusammengetragen, die für die Identifizierung der Opfer notwendig waren. Dann hat das Bündnis Patinnen und Paten gesucht – und erfreulicherweise auch sofort gefunden, die die Kosten der Verlegung übernehmen.

Es soll mit diesen Steinen der Opfer gedacht werden. Aber Beschäftigung mit Geschichte macht nur Sinn, wenn die aus der Geschichte gewonnenen Erkenntnisse für die Formung der Gegenwart und Zukunft eingesetzt werden. Bei diesem Thema bedeutet das, dass es nie mehr möglich sein darf, dass Faschisten mit ihrer mörderischen Ideologie Einfluss auf unser Leben nehmen können. Das heißt, steht auf gegen Nazis und Rassisten und stoppt den Hass!

Die erste Verlegung ist vor dem Haus Schöllbronner Str. 6. Hier hatte Elisabeth Kuch ihren letzten Wohnsitz. Geboren 1928 wurde sie 1938 in die Heilanstalt Herten, in das St. Josefshaus, im Landkreis Lörrach eingewiesen. Am 21.08.1940 wurde sie im Alter von zwölf Jahren nach Grafeneck deportiert und in dieser Tötungsanstalt ermordet.

Patinnen und Paten dieses Stolpersteins sind Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums. Sie werden die Verlegung mit kurzen Gedichten und dem Vortrag eigener Gedanken umrahmen.

Der zweite Verlegeort ist die Schöllbronner Str. 34. Hier hatte Maria Küstner, geboren am 7. Januar 1912 in Ettlingen, ihren letzten Wohnsitz. Sie wurde 1933 in die Heil- und Pflegeanstalt Illenau eingewiesen. Von dort wurde sie 1939 in die Pflegeanstalt Hub bei Ottersweier verlegt. Sie war in der Schule schlecht mitgekommen, besuchte dann eine Frauenarbeitsschule und arbeitete zu Hause im Haushalt. Vermutet wurde eine Meningoencephalitis. Die Krankheit soll zu „Sprachstörungen und Wahnideen geführt haben“. Sie soll „ab und zu gewalttätig“ gewesen sein und hätte „starke Körperkräfte“ entwickelt. Die „Voraussetzungen für Unfruchtbarmachung“ wären „gegeben“ gewesen. Sie wurde mit 28 Jahren am 19.06.1940 in Grafeneck ermordet.

Gegen 13.45 Uhr verlegt Gunter Demnig in der Karl-Friedrich-Str. 11 einen Stolperstein für Emil Köhler. Er wurde am 29.04.1915 in Elberfeld (heute: Wuppertal) geboren. Er wurde in die Heil- und Pflegeanstalt Emmendingen eingewiesen. Angeblich sei er in Herten verstorben. Tatsächlich wurde er am 6.09.1940 in Grafeneck ermordet. Auch hier sind Patinnen und Paten Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums, die bei einer Kunstausstellung in ihrer Schule ihre selbst geschaffenen Kunstwerke verkauft haben, um den Stein für Emil Köhler zu finanzieren.

Jetzt geht es weiter in die Zehntwiesenstaße 7. Hier wohnte Emilie Link, geboren am 1.10.1896 in Ettlingen. Sie war katholisch und ledig. 1929 wurde sie nach Emmendingen eingewiesen, später nach Heidelberg, danach nach Wiesloch, wieder nach Emmendingen, dann zur Hub verlegt. Am 10.07.1940 wurde sie nach Grafeneck deportiert und dort ermordet. In Ettlingen wurde angegeben: verstorben am 19.08.1940 in Brandenburg/ Havel.

Gegen 14.15 Uhr verlegt der Kölner Künstler für Karl Bastian in der Rheinstraße 104 einen Gedenkstein. Karl Bastian, geboren am 10.02.1904 in Au am Rhein, war von Beruf Lehrer. Nach seinem Lehrerexamen habe er einen Nervenzusammenbruch erlitten und wurde 1923 in die Illenau eingeliefert. Es ergaben sich mehrere Aufenthalte in dieser Anstalt. 1927 wurde er zum Hilfslehrer ernannt. Er versah seinen Dienst in Lörrach, in Laufenburg, Amt Säckingen, und in Auggen, Amt Mühlheim. Ein Verbleiben im Schuldienst war aber nicht möglich. 1935 wurde er im Städtischen Klinikum in Karlsruhe sterilisiert. Es folgte die Scheidung von seiner Frau. 1936 wurde er nach Bethel, ins Eckardsheim, bei Bielefeld überführt. 1938 konnte er nach Ettlingen zurückkehren, fand aber keine seinen Fähigkeiten entsprechende Beschäftigung. Zu dieser Zeit wohnte er in der Rheinstraße 104. Im April 1939 wurde er wieder nach Bethel gebracht, 1940 entmündigt und nach Wiesloch eingeliefert. Von dort wurde Karl Bastian am 15.10.1940 nach Grafeneck deportiert und ermordet. Behauptet wurde, er sei in der chirurgischen Klinik in Heidelberg verstorben.

14.30 Uhr, Rheinstraße 47. Gedacht wird hier der am 10.05.1870 in Stockach geborenen Marie Baumann, geb. Faller. Sie war verheiratet mit dem Oberpostsekretär Balthasar Baumann. 1922 wurde sie das erste Mal in die Illenau eingeliefert. Sie soll „die Idee gehabt haben, dass sie die Kraft hätte, alle Krankheiten zu heilen“ und „fing an, Prophetin zu spielen“. Sie habe „alle Leute verleumdet“. 1924 wurde sie zum zweiten Mal in die Illenau aufgenommen und 1934 nach Rastatt, 1939 anlässlich der Räumung der Heil- und Pflegeanstalt Rastatt nach Zwiefalten verlegt. Sie wurde am 25.05.1940 in Grafeneck ermordet.

Es folgt die Stolpersteinverlegung für die katholische Ottilie Baitsch, geboren 1883 in Ettlingen, in der Sternengase 11, früher Sternengasse 15. Sie wurde 1928 zur Pflegeanstalt Hub gebracht und dort angeblich am 15.05.1940 entlassen. Tatsächlich wurde sie nach Grafeneck deportiert und dort nach der Ankunft ermordet.

Weiter geht es mit dem Stein für Emil Köhler, geboren am 9.07.1913 in Ettlingen, in der Kronenstraße 5. Er wurde nach Herten eingeliefert und sei dort angeblich am 20.09.1940 verstorben. Tatsächlich wurde er am 20.08.1940 in Grafeneck ermordet.

Für Berta Krieg, geboren am 6.09.1900 in Ettlingen, wird Gunter Demnig in der Badener-Tor-Straße 1, also vor dem Schloss, einen Stolperstein verlegen. Nach der Volksschule bestritt sie zunächst ihren Lebensunterhalt als landwirtschaftliche Arbeiterin. 1923/24 arbeitete sie in einer Konservenfabrik, danach sieben Jahre in einer Wäscherei in Karlsruhe, danach wieder bei einem Bauern. Ab 1937 bezog sie eine geringe Rente von der Sozialversicherung, arbeitete aber immer noch in der Landwirtschaft. 1943 wurde sie auf Antrag des Bürgermeisteramts nach Wiesloch eingewiesen. Sie sei „geistig nicht normal“, „bösartig“, „fühle sich von der Polizei bedroht“, „schimpfe den ganzen Tag“, „werde gewalttätig“, „sie treibe sich auf dem Feld herum und stehle Obst und Gemüse“, „habe geschrien und getobt, als ein Schutzmann sie beim Stehlen von Kartoffeln erwischt habe“, ihr Äußeres sei vernachlässigt“, „sie spreche von Stimmen, die sie hört“, „man habe sie totschlagen wollen“, „es wäre unmöglich, eine körperliche Untersuchung durchzuführen“. Nach Auflösung der Anstalt in Wiesloch wurde sie am 5.06.1944 nach Kaufbeuren verbracht. Sie verstarb am 27.04.1945 in Kaufbeuren an „Marasmus, bei unklarem organischen Hirnprozess“.

Der letzte Stolperstein wird für Erwin Haas, geboren am 17.11.1895 in Karlsruhe, in der Schlossgartenstraße 35 verlegt. Erwin Haas besuchte nach der Schule das Lehrerseminar und erhielt 1914 eine Anstellung in Bachheim bei Donaueschingen. 1915 wurde er zum Kriegsdienst einberufen. Nach dem Krieg war er Unterlehrer in Donaueschingen, danach Hilfslehrer in Ettlingen. Er besuchte erneut das Lehrerseminar und legte 1920 sein Examen als Musiklehrer ab. Er erhielt eine Stelle am Realgymnasium Ettlingen. 1922 heiratete er Luise Raab und zog mit ihr in die Schlossgartenstraße 35. 1925 wurde er an die Aufbaurealschule Lahr versetzt, trat aber dort seinen Dienst nicht an. 1925 wurde er in die Illenau eingewiesen, 1926 in den Ruhestand versetzt, danach nach Emmendingen verlegt. Angeblich sei er am 16. 07.1940 in der Pflegeanstalt Brandenburg verstorben. Tatsächlich wurde er am 8.07.1940 in Grafeneck ermordet.

Wahrscheinlich wird es Gunter Demnig nicht schaffen, alle Stolpersteine am Freitagnachmittag zu verlegen. Dann erfolgt die Verlegung der restlichen Gedenksteine am Samstag, 7.07., vormittags.

Die Bevölkerung ist zur Teilnahme an der Stolpersteinverlegung herzlich eingeladen!

Neuauflage der Broschüre des „Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis: Fritz Birk – Der in Ettlingen geborene Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Verteidiger der Spanischen Republik“ erschienen.

Vorwort von Dieter Behringer zur nunmehr in dritter Auflage erschienenen Broschüre des Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis:
„Fritz Birk – Der in Ettlingen geborene Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Verteidiger der Spanischen Republik“

Die unerwartete große Nachfrage macht es möglich, dass unsere Broschüre über Fritz Birk inzwischen in dritter Auflage erscheinen kann. Ausdrücklich bedanke ich mich bei den Leserinnen und Lesern für die sehr posiven Kommentare und Anregungen. Besonderer Dank gilt dem Historiker Dr. Werner Abel, der mir umfangreiches Material aus dem Komintern-Archiv in Moskau zur Verfügung stellte und mir das von Alfred Kantorrowicz redigierte Buch Tschapaiew, das in der ersten Auflage erschien, zugänglich machte. Dr. Werner Abel unterstützte mich auch mit manchem fachlichen Hinweis. Ihm ist es zu verdanken, dass das Kapitel „Die XIII. Internaonale Brigade“ umfangreiche Erweiterung und Ergänzung durch den Abschnitt „Die XI. Internaonale Brigade“ erfahren konnte und wir nun konkretere Vorstellung über die Zeit Friedrich Birks in Spanien erhalten. In einem Nachwort erhält Wolfgang Birk, der Enkel Fritz Birks, die Gelegenheit, seine Gedanken zum Umgang seiner Großmutter mit dem antifaschistischen Widerstand seines Großvaters und dem daraus herrührenden Leid für Partnerschaft und Familie während seiner Kindheit und Jugend zu formulieren. Wir hoffen, dass auch die dritte Auflage der Broschüre vielen Leserinnen und Lesern interessante Informationen bietet.

Download der kompletten Broschüre unter:
http://www.kfsr.info/2017/05/broschuere-des-ettlinger-buendnis-gegen-rassismus-und-neonazis-gegen-das-vergessen-ueber-den-spanienkaempfer-friedrich-birk-erschienen/

Die Druckversion kann über das Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis, ettlinger-buendnis@gmx.de, für eine Spende von 6 € inclusive Porto, bestellt werden.
Man kann die Broschüre auch in der Bücherscheune Ettlingen, Hildastr. 15 zu den nachfolgenden Öffnungszeiten erwerben.: Freitag 15-18 Uhr, Samstag 10-13 Uhr

Auf nach Durlach! Naziaufmarsch verhindern! 3. Juni

Kein Platz für Nazis!
Weder in Karlsruhe noch anderswo!

für den 3. Juni hat die Nazi-Szene angekündigt, einen Aufmarsch zum sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ in Karlsruhe durchzuführen – eine seit 2009 stattfindende bundesweite Nazi-Demonstration mit großer Bedeutung für die extreme Rechte.
Wir wollen in einer vielfältigen, weltoffenen und solidarischen Stadt leben. Wir wollen in einer Stadt leben, in der sich alle Menschen angstfrei vor rassistischen Übergriffen und Diskriminierung bewegen können.

Deshalb müssen wir diesen Nazi-Afmarsch verhindern!
Gemeinsam stellen wir uns Rassismus, Menschenfeindlichkeit und den Nazis in den Weg!
Deshalb am Samstag, den 3. Juni gemeinsam nach Durlach!

ab 9 Uhr Mahnwache am Hbf Karlsruhe: Treffpunkt zur gemeinsamen Anfahrt

ab 11:00 Uhr Mahnwachen bei der Nazi-Route:

Hubstr. , Pforzheimerstr./Waldshuterstr., Ochsentorstr., Bergbahnstr.

ab 11:00 Uhr Kundgebung der Stadt Karlsruhe Busbahnhof Durlach
ab 14:00 Uhr Demo und Kundgebung des DGB

Infos unter:
http://ka-gegen-rechts.de/notddz2017/

Wenn sich der Demonstrationszug wie geplant vom Bahnhof Durlach aus auf den Weg macht, wird Querfunk auf seiner Frequenz 104,8 MHz (im Internet per Livestream auf www.querfunk.de) ein Programm aus Anti-Nazi-Liedern von unterschiedlichsten Bands aus verschiedenen Stilrichtungen aber allesamt mit klarer Botschaft senden. Die Durlacher Bevölkerung wird damit dazu eingeladen, das Radio einzuschalten, ans Fenster zu stellen und laut aufzudrehen. Denn gegen Nazis kann man nicht laut genug sein. Insbesondere gilt das für die Anwohner entlang der angemeldeten Route des „Tags der deutschen Zukunft“, in der Pfinzstraße, am Hengstplatz, in der Blumentorstraße, der Grötzinger Straße, der Karls-Weysser-Straße und der Badener Straße. Erklärtes Ziel der Aktion ist, den Aufmarsch durchgängig mit Musik der Gegenbewegung zu beschallen und so auf eine weitere Art zu signalisieren, dass Nazis in Karlsruhe nicht willkommen sind. Je mehr Radios an diesem Tag in Durlach laufen, umso größer das Zeichen der Solidarität gegen rechtes Gedankengut, wie Nationalismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.
Für Querfunk gehört Widerstand gegen Rechts zum Selbstverständnis. Das Freie Radio wendet sich in seinen Programmrichtlinien gegen jede Form von Diskriminierung und plädiert für eine vielfältige, weltoffene und solidarische Gesellschaft.