Gernika – Der Beginn des Zweiten Weltkriegs?

Vortrag und Diskussion mit Reinhard Neudorfer
Donnerstag, 04.05.17, um 19 Uhr
in der
Scheune der Diakonie, Ettlingen, Pforzheimer Str. 31

Der Krieg in Spanien war der erste moderne Krieg des 20. Jahrhunderts. Das zeigte sich in der Taktik vom Zusammenwirken zwischen Panzertruppe und Infanterie bis hin zum Krieg gegen die Zivilbevölkerung durch das Bombardement der Städte. Gernika ist das bekannteste Beispiel eines Kriegsverbrechens, das die Welt in dieser Dimension bis dahin nicht kannte. Zum Einsatz kamen modernste Jagdflieger, Bomber und Sturzkampfflugzeuge, gegen die die kaum vorhandene republikanische Luftabwehr keine Chance hatte. Die Bomben warf in den wenigsten Fällen Francos Luftwaffe, terrorisiert wurde die Bevölkerung von deutschen und italienischen Geschwadern. Auch das ist ein Grund dafür, nicht nur von einem Bürgerkrieg zu sprechen.
Ein geeintes und internationales antifaschistisches Engagement für die Spanische Republik hätte den faschistischen Mächten ihre Schranken aufgezeigt. Durch ein entschiedenes Parteiergreifen Englands und Frankreichs für die Tschechische und die Spanische Republik wäre vielleicht der 2. Weltkrieg verhindert worden. Die Befreiung vom Faschismus hätte dann viele Jahre vor 1945 stattgefunden.

Historiker können die Frage „Was wäre, wenn?“ ebenso stellen wie auch die, ob die Warnungen der Geschichte verstanden wurden. Sind die heutigen Demokratien wirklich stabiler als die der 30er Jahre? Werden sie dem internationalen Rechtsruck standhalten?


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