Archiv für Mai 2017

Auf nach Durlach! Naziaufmarsch verhindern! 3. Juni

Kein Platz für Nazis!
Weder in Karlsruhe noch anderswo!

für den 3. Juni hat die Nazi-Szene angekündigt, einen Aufmarsch zum sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ in Karlsruhe durchzuführen – eine seit 2009 stattfindende bundesweite Nazi-Demonstration mit großer Bedeutung für die extreme Rechte.
Wir wollen in einer vielfältigen, weltoffenen und solidarischen Stadt leben. Wir wollen in einer Stadt leben, in der sich alle Menschen angstfrei vor rassistischen Übergriffen und Diskriminierung bewegen können.

Deshalb müssen wir diesen Nazi-Afmarsch verhindern!
Gemeinsam stellen wir uns Rassismus, Menschenfeindlichkeit und den Nazis in den Weg!
Deshalb am Samstag, den 3. Juni gemeinsam nach Durlach!

ab 9 Uhr Mahnwache am Hbf Karlsruhe: Treffpunkt zur gemeinsamen Anfahrt

ab 11:00 Uhr Mahnwachen bei der Nazi-Route:

Hubstr. , Pforzheimerstr./Waldshuterstr., Ochsentorstr., Bergbahnstr.

ab 11:00 Uhr Kundgebung der Stadt Karlsruhe Busbahnhof Durlach
ab 14:00 Uhr Demo und Kundgebung des DGB

Infos unter:
http://ka-gegen-rechts.de/notddz2017/

Wenn sich der Demonstrationszug wie geplant vom Bahnhof Durlach aus auf den Weg macht, wird Querfunk auf seiner Frequenz 104,8 MHz (im Internet per Livestream auf www.querfunk.de) ein Programm aus Anti-Nazi-Liedern von unterschiedlichsten Bands aus verschiedenen Stilrichtungen aber allesamt mit klarer Botschaft senden. Die Durlacher Bevölkerung wird damit dazu eingeladen, das Radio einzuschalten, ans Fenster zu stellen und laut aufzudrehen. Denn gegen Nazis kann man nicht laut genug sein. Insbesondere gilt das für die Anwohner entlang der angemeldeten Route des „Tags der deutschen Zukunft“, in der Pfinzstraße, am Hengstplatz, in der Blumentorstraße, der Grötzinger Straße, der Karls-Weysser-Straße und der Badener Straße. Erklärtes Ziel der Aktion ist, den Aufmarsch durchgängig mit Musik der Gegenbewegung zu beschallen und so auf eine weitere Art zu signalisieren, dass Nazis in Karlsruhe nicht willkommen sind. Je mehr Radios an diesem Tag in Durlach laufen, umso größer das Zeichen der Solidarität gegen rechtes Gedankengut, wie Nationalismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.
Für Querfunk gehört Widerstand gegen Rechts zum Selbstverständnis. Das Freie Radio wendet sich in seinen Programmrichtlinien gegen jede Form von Diskriminierung und plädiert für eine vielfältige, weltoffene und solidarische Gesellschaft.

Gernika – Der Beginn des Zweiten Weltkriegs?

Vortrag und Diskussion mit Reinhard Neudorfer
Donnerstag, 04.05.17, um 19 Uhr
in der
Scheune der Diakonie, Ettlingen, Pforzheimer Str. 31

Der Krieg in Spanien war der erste moderne Krieg des 20. Jahrhunderts. Das zeigte sich in der Taktik vom Zusammenwirken zwischen Panzertruppe und Infanterie bis hin zum Krieg gegen die Zivilbevölkerung durch das Bombardement der Städte. Gernika ist das bekannteste Beispiel eines Kriegsverbrechens, das die Welt in dieser Dimension bis dahin nicht kannte. Zum Einsatz kamen modernste Jagdflieger, Bomber und Sturzkampfflugzeuge, gegen die die kaum vorhandene republikanische Luftabwehr keine Chance hatte. Die Bomben warf in den wenigsten Fällen Francos Luftwaffe, terrorisiert wurde die Bevölkerung von deutschen und italienischen Geschwadern. Auch das ist ein Grund dafür, nicht nur von einem Bürgerkrieg zu sprechen.
Ein geeintes und internationales antifaschistisches Engagement für die Spanische Republik hätte den faschistischen Mächten ihre Schranken aufgezeigt. Durch ein entschiedenes Parteiergreifen Englands und Frankreichs für die Tschechische und die Spanische Republik wäre vielleicht der 2. Weltkrieg verhindert worden. Die Befreiung vom Faschismus hätte dann viele Jahre vor 1945 stattgefunden.

Historiker können die Frage „Was wäre, wenn?“ ebenso stellen wie auch die, ob die Warnungen der Geschichte verstanden wurden. Sind die heutigen Demokratien wirklich stabiler als die der 30er Jahre? Werden sie dem internationalen Rechtsruck standhalten?