Was bleibt von „Pegida“ & Co?

Dienstag, 3. März, 19.30 Uhr
in der Scheune der Diakonie, Ettlingen, Pforzheimer Str. 31

Vortrag und Diskussion mit dem Journalisten
Markus Bernhardt

In nicht wenigen Städten marschieren seit einigen Wochen Personenkreise auf, um gegen eine angebliche Islamisierung der Bundesrepublik mobil zu machen. Diese selbsternannten „europäischen Patrioten“ erhalten dabei zeitweise den Zuspruch von Tausenden Personen. Auch weite Teile der sozialchauvinistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD) unterstützen die besagten Aufmärsche. Rassisten und extreme Rechte versuchen derlei Mobilisierungserfolge bereits in anderen Bundesländern zu kopieren. Aktuell jedoch mit verhältnismäßig geringem Erfolg. Die etablierte Politik ist bezüglich des Umgangs mit den Aufmärschen uneins. Doch auch die „Pegida“-Unterstützer sind kein einheitlicher Block. Was in Dresden als Massenbewegung begann, zerlegt sich in Zukunft unter Umständen gar von selbst.
Wie positionieren sich neofaschistische Parteien wie „Die Rechte“ und die NPD zu den Protesten? Ist die AfD eine Art parlamentarischer Arm von Pegida & Co? Wer sind die Hintermänner der Proteste? Was bleibt übrig von „Pegida“? Und vor allem, welche Anforderungen ergeben sich für Gewerkschaftsmitglieder aus dem zunehmenden antimuslimischen Rassismus, der zunehmend ein Bindeglied zwischen bürgerlichen Rassisten und lupenreinen Neonazis zu werden scheint? Diese Fragen sollen im Rahmen der Veranstaltung diskutiert werden.

*Markus Bernhardt ist Journalist und Autor. Er ist Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) und arbeitet vor allem für die Tageszeitung junge Welt und die Wochenzeitung Unsere Zeit (UZ)