Archiv für Oktober 2013

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Vortrag und Diskussion mit Professor Georg Fülberth Politikwissenschaftler Universität Marburg

Dienstag, 5. November 2013, 19 Uhr
Scheune der Diakonie, Pforzheimer Str. 31, Ettlingen

Am 2. Mai 2013 jährte sich die Zerschlagung der Gewerkschaften durch das nationalsozialistische Regime zum 80. Mal. Dieses historische Datum nehmen wir zum Anlass, dem Ende der freien Gewerkschaften zu gedenken. Am 2. Mai 1933 wurden reichsweit Gewerkschaftshäuser durch SA- und SS-Truppen umstellt, besetzt, beschlagnahmt und Gewerkschaftsfunktionäre verhaftet und gefoltert. Die Nationalsozialisten bereiteten mit diesem Tag der freien deutschen Gewerkschaftsbewegung endgültig das Ende. Ein Tag mit Folgen: Mit der Besetzung der Gewerkschaftshäuser am 2. Mai 1933 zerschlugen die Nationalsozialisten die Zentren gewerkschaftlichen Lebens. Es folgte die Gründung der Deutschen Arbeiterfront (DAF) und das „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit“. Damit war jede Form der gewerkschaftlichen Mitbestimmung zerstört. Auch wurden viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im Zuge der Besetzung der Gewerkschaftshäuser in Gefängnisse und Konzentrationslager verschleppt. Einzelne Arbeiterinnen und Arbeiter sowie ganze Gewerkschaftsgruppen leisteten Widerstand. Zu den Widerstandsgruppen zählten diejenigen um den Gewerkschafter Wilhelm Leuschner. Der Widerstand war lebensgefährlich. 1944 wurde Wilhelm Leuschner verhaftet und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet.